gebloggt from Milan

Monday, 2 July 2007

...

Ein Tag a Milano. Der völlig übermüdete Señorito hält Siesta, was ich als Anlass nehme, im nahe liegenden parco Texte für die Uni zu lesen. Natürlich in der Sonne. Gegen 16 Uhr kommt eine ältere Dame vorbei und schimpft mit ihrem Hund, der sich in der Sonne niederlassen will. Daraufhin sieht sie mich an: "Non so come Lei fa con questo caldo...", es sei zu heiß und ungesund. Ich schaue dieser Frau tief in die Augen und meine nur: "Ho una buona scusa. Ich habe eine gute Ausrede, ich bin Deutsche." Sie sieht mich mitleidig an und sagt sofort: "Ah, allora fai bene! Dann machst Du es richtig. Brava ragazza!"

Tuesday, 26 June 2007

diario di vacanze

Mittwoch
Abends mit 20-minütiger Verspätung aus überklimatisiertem Flieger steigen und italienischen Boden bei 30 Grad Celsius Lufttemperatur betreten. Das Lächeln nicht unterdrücken drücken. Vom Flughafen Malpensa in den Süden Mailands zur ehemaligen Erasmusfreundin, die meinen Namen (in englischer Version) trägt, anstoßen, ins schwarze Kleidchen schlüpfen und los ins Old Fashion. Tanzen unter freiem Himmel und auf bekannte Leute treffen, das war der Plan, das war die Nacht.

Donnerstag
Von kitzelnden Sonnenstrahlen geweckt werden und zum ersten Mal in diesem Jahr Flip Flops tragen. Raus in „meine“ Stadt. Duomo, Via Dante, gelato mit Allegra, caffé bei den Navigli, Sonnen im parco mit granita alla menta, abends vom Italiener zubereitete Pasta, anschließend Spaziergang zu den colonne. Da ist jetzt die Hälfte gesperrt und steht unter Beobachtung von Polizisten. Aber ein Bierchen darf man sich trotzdem genehmigen ;-)

Freitag
Der Auserwählte landet 8 Uhr. Treffen an Centrale, Cappuccino am Corso Buenos Aires, Spaziergang zum Hotel, Shopping, die beste piadina Mailands in der Nähe der Giardini Pubblici, Caffè Marrochino und einfach nur Sonne, Milano und Liebe. Abends Aperitivo im Iguana, dann Abstecher ins Living (Milano dei fighi...non é proprio il massimo per me…ma questo è Milano ;-) ) bevor es in die Bar Bianco geht. Tanzen unter Sternen im Parco Sempione. Die Mücken sind erstaunlich zurückhaltend. Was ist aus der berühmten zanzara tigre geworden, deren Stiche bis zu 10 cm anschwellen?

Samstag
In den Armen des Auserwählten aufwachen, diesen Moment bis zur Mittagszeit ausdehnen. Panino am Castello Sforzesco, un sacco di sole, ausruhen an den colonne und aperitivo im Slice an den Kanälen mit ehemaligen Erasmusfreundinnen. Lebensqualität.

Sonntag
Alles was das Herz begehrt einschließlich Pizza in Brera und sonnen im Parco Sempione.
Das Sonnenscheinkind bescherte uns auch das Glück vom gleichen Flughafen (unterschiedliche Terminals) zur (fast) gleichen Zeit zu fliegen. Grazie cariño!

Mit einer Stunde Verspätung in Berlin landen, deshalb die letzte S-Bahn verpassen, und dann mit drei Nachtbussen nach Kreuzberg kommen und von dort mit dem Koffer nach Friedrichshain laufen, gehört nicht mehr in diesen Bericht. Das heutige Weltuntergangswetter auch nicht.

Wednesday, 22 March 2006

*Milano II*

-wie es weiter ging-

Das Treffen mit Bibi kann besser nicht beginnen, erscheint sie doch mit den Worten „Sei tedesca?“ Bist Du Deutsche? Auf mein Nicken hin noch die bestätigende Frage „Sei caliente?“ Bist Du caliente? Ich „Si!“, sie „Man, Du siehst ja aus wie eine Italienerin." Strahlen auf meinem Gesicht und ein Dankeschön an Francesco, der meine Haare so schön in italienischer Manier geglättet hat.

Später hole ich meine Lieblings-Erasmus-Freundin vom Bahnhof ab. Sie ist Spanierin, aber macht derzeit ein Praktikum in Modena. Wir eilen direkt zum Aperitivo in eine Bar. Eigentlich dürfte es schon lange nicht mehr Aperitivo heißen, denn statt Chips und Olivenhäppchen, steht dort ein reichhaltiges Buffet verschiedener Gemüse-, Riso- und Pastasalate. Und das alles umsonst, wenn man vom Preis des obligatorischen Cocktails absieht.

Später treffe ich eine weitere Freundin aus Galizien, mit der es ins Loolapaloosa geht, dem Discopub, in dem die Leute auf der Theke tanzen. Grande! Also ob ich nie weg war. In 2 Stunden amüsiere ich mich hier mehr als in 2 Monaten in Berlin.
Auf dem Rückweg komme ich mit einem Römer ins Gespräch, bei dem herauskommt, dass er 2 Jahre in Köln gelebt hat. Also frage ich ganz keck, warum wir uns denn nicht auf deutsch unterhalten. Seine Antwort: „Ich dachte, Du kommst aus Frankreich.“ Doofes ‚r’. Ich werde es wohl niemals rollen können...

Der Samstag steht im Zeichen vom dolce vita: Park, Sonne, gelato, passeggiata…
So wird Kraft für die Nacht getankt, in der alte Zeiten wieder belebt werden. Treffen im Wohnheim mit „meiner“ Spanierin und den Sizilianern. Rum & Coca und dann ab in La Banque. Dio mio…hier muss ich aufhören zu schreiben…es erscheint unmöglich diese Nacht in Worte zu fassen. Warum nur ist das Berliner Nachtleben so anders? Lieblingsmusik, tanzen, alles um sich herum vergessen, wilde Drehungen, hier ein Tanzpartner, da eine Tanzpartnerin, bekannte Gesichter sehen, Wiedersehensfreude, heftige Umarmungen. Emotionen pur. Außerdem mit etlichen Leuten einfach so ins Gespräch kommen…sei es an der Schlange vorm Eingang, an der Garderobe, vor der Toilette oder beim Tanzen selbst.
Der anschließende einstündige Fußmarsch nach Hause lohnt sich allemal.

-seufz-

Tuesday, 21 March 2006

*coincidenza*

sokrates2005 - March 18, 00:06
Haben sie ...
noch niemand aus Berlin getroffen, Signorina caliente? ;-)
by the way: Vienna waits for you ...


Antwort
Unglaublich aber wahr. Ich bin heute mit dem Zug von Modena zurueck nach Mailand gefahren. Ich sollte 17.50 Uhr ankommen, aber wir hatten 10 Minuten Verspaetung. Nun lese ich in meinen emails, dass ein Maedel von meiner Uni heute auf Durchreise war und mich um 18 Uhr kurz am Bahnhof treffen wollte. Ihr Anschlusszug nach Turin wuerde wenig spaeter kommen. Wir waren also zur gleichen Zeit an der Stazione Centrale...haben uns aber nicht gesehen. Tut mir leid, Herr Sokrates!
Aber am Samstag habe ich im Nachtleben 2 Typen entdeckt, die mit mir von Berlin nach Mailand geflogen sind ;-)

Friday, 17 March 2006

*Milano I*

Mein aktuelles Befinden in einem Wort: Heimatgefuehle.
Wunderbar aus dem Flugzeug in den Bus zu steigen und waehrend die Leute ueber den Gestank schimpfen, eben diesen tief in mich aufzusaugen...denn er erinnert mich an Italien, Mailand und zwei wundervolle Jahre.
Ich steige aus dem Bus und obwohl es bereits dunkel ist, spuere ich die angenehme Lufttemperatur. Spaeter wird mir gesagt, dass es ein richtig sonniger Tag war.

Am Abend haben wir in meiner WG eine kleine Party, weil ein Mitbewohner von seinem 3-monatigen Kanada-Aufenthalt zurueckgekehrt ist. Die Leute entschuldigen sich, dass sie mich aufgrund des Heimkehrers ein wenig links liegen lassen; dabei habe ich mich absichtlich in den Hintergrund gestellt...einfach nur der traumhaften Sprache lauschen...wie habe ich das vermisst. Spaeter treffe ich spontan einen Freund auf einen Drink bei den Kanaelen. Klein-Venedig.

Am naechsten Morgen ist der Himmel bedeckt und so sehr ich mich auch nach Sonne sehne...hier hat mir das Grau nie etwas ausgemacht. Es scheint weniger depressive Wirkung zu haben als in Berlin. Schliesslich weiss ich, dass ich in ein oder zwei Tagen das strahlende azzurro zurueck haben werde.

Den Tag beginne ich mit einer ofenwarmen Brioche, die in den koestlichen Cappuccino in der Bar um die Ecke getunkt wird. Ich mag es, wenn man mich Signorina nennt.
Dem Fruehstueck folgt ein typischer Mailaender Shoppingtag. Als ich dem Dom dabei naeher komme, klopft mein Herz vor Aufregung. Ich kann ein Laecheln nicht unterdruecken. Dem Shoppingstress folgt ein Besuch bei meinem Lielingsfriseur. Der anschliessend geplante Pizza-Abend mit meiner ersten grossen Liebe muss spontan verschoben werden...denn wir sind in Italien und da ist alles moeglich. Aufgrund einer Manifestation sind sowohl die Strassen als auch die Metro gesperrt....

Heute steht ein Mini-Bloggertreffen mit Bibi an. Und morgen dann Erasmustreffen...non vedo l'ora...

Tuesday, 26 July 2005

*La lingua dell'amore*

Italienisch klingt schön. Ist ja schliesslich die Sprache der Liebe.
Mmmmmmh…so weich…FLUFFIG
Keine Kanten, keine Ecken, purer Gesang.
*ich schmelze gerade dahin*
Melodiös.
Sogar wenn Italiener Deutsch reden.
Ja ja…da muss ich doch glatt an die “Ich habe gar kein Auto”-Werbung denken...
Ich glaub, ich geh jetzt erstmal einen Cappuccino trinken ;-)

Sunday, 24 July 2005

*so ist das also*

Ich habe gestern einen Ausflug gemacht.
Dorthin wo es massenweise deutsche Touristen gibt.
Aber ich war keine von denen. Hab mich getarnt. Mit 8 spanischen Freunden. Wie nett die auf einmal alle zu mir waren. Nichts zu spüren von dem "ach ihr scheiss-deutschen, habt ihr bei euch denn keine sonne? müßt ihr immer zu uns kommen? mit euren bermuda-shorts, offenen hemden, umgehangenen kameras und socken in den sandalen? blond und käseweiss. also in den ersten tagen. dann ja meist blond und krebsrot..." Nein nein nein, davon war nichts zu merken. Wir wurden zuvorkommend behandelt und nett angelächelt. Überall. Juchu... also wenn ich mal gross bin, werd ich Spanierin!

Wednesday, 20 July 2005

*Paradies*

Ich bin immer noch hier...noch 11 Tage...
Yuppie!
Morgens der beste Cappuccino überhaupt und ein Croissant gleich um die Ecke...für einen Preis, für den ich in Deutschland noch nichtmal einen Filterkaffee ohne Futterbeilage bekomme.
Mittags die wahnsinnig leckeren Pizzaecken...überall macht sich der Duft breit.
Nachmittags das cremigste Eis unter blauestem Himmel.
Von den Sonnenstrahlen verwöhnen lassen.
Abends die lustigsten Treffen zum gemeinsamen Kochen, wo LITERWEISE Wein, Bier und Sangria fliessen.
Nachts soooo viele Sterne zu sehen. Auf dem Weg in die Disko. Von der Tanzfläche aus, die unter freiem Himmel ist.
Mit dieser einmaligen Musik, die gute Laune verbreitet und jeden Menschen die tollsten Hüftschwünge praktizieren läßt.
Danach das Treffen mit allen am Panino-Stand. Wo teilweise einfach weitergetanzt wird.
Das ist Italien. Das ist mein Leben. Noch.
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