Schafft es eigentlich noch jemand außer mir, sich beim Schneiden der Fußnägel, die Schere in einen Finger zu rammen, so dass Blut spritzt? Und sich beim Duschen eine Brandblase zu holen?
(Mit 27 auf 16 geschätzt zu werden?)
Dass ich meinen ehemaligen Mitbewohner oder die
Schoki auf dem Karneval der Kulturen treffe, ist bei solch einem Fest nicht ungewöhnlich. Dass ich auf jemanden stoße, den ich in Mailand kennengelernt habe, weil er ein Freund meines damaligen Mitbewohner war, ist schon etwas merkwürdiger.
Ein Wochenende später kommt
Leanka aus Leipzig. Im Schlepptau ihre Mitbewohnerin, die rein zufälligerweise Berlinerin ist und natürlich aus meinem Bezirk stammt. Am Abend bringt diese eine Freundin mit....ein Mädchen mit der ich vor mehr als 10 Jahren zusammen zelten war. Nun gehen besagte Mitbewohnerin und ich ein paar Leute durch...wie könnte es anders sein...sie war auf der Schule meines besten Freundes und in der Klasse meines "er wäre mein erster Freund geworden, wenn wir nicht zu jung und schüchtern gewesen wären".
Das Wochenende danach findet die Abschiedsparty einer spanischen Freundin statt. Gleichzeitig hat sich eine Spanierin eingefunden, die vor drei Jahren in Berlin gelebt hat. Die beiden kennen sich nicht, doch stellen bald fest, dass die Gastgeberin im ehemaligen Zimmer der Besucherin wohnt.
Ist mir alles zu klein hier. Ab zum Mond.
Sie werden etwas Geld oder ein kleines Stück Land erben, sagte der Glückskeks. Na, ich weiß ja nicht.
Camilo Sesto: Y ya no puedo más, siempre se repite la misma historia. Y ya no puedo más, estoy harto de rodar como una noria.
Nur noch eine Prüfung. Eine einzige. Aber ich lerne nicht. Schuld ist nicht das Loch danach. Oder vielleicht doch? Oder ist es, weil ich weiß, dass ich einen quasi unmöglichen Bücherberg bewältigen muss? Die Professorin empfiehlt mir drei Monate Vorbereitungszeit. Und sie weiß nicht mal, dass ich zwei Jobs habe. Doch ich möchte im Juni fertig werden. Ich will, egal wie! Ich kann nicht mehr, der Akku ist leer, keine Kraft, keine Lust, keine Überzeugungskünste, keine Beherrschung meiner selbst. Sich über jede Schicht im Hotel freuen. Grund, nicht zu lernen. Seit Tagen den Postzettel herumtragen. Würde ich das Paket abholen, lägen noch mehr Bücher für die Prüfung herum. Dauermüde. Kopfschmerzen. Halsschmerzen. Sich nach Nichtstun sehnen, mehr denn je. Die Augen schließen und flüchten.
Lange nicht mehr hier gedichtet,
keine Schwermut, keine Klage,
da die Zeit langsam vernichtet,
was ich in meinem Herz'n trage.
Tief saß dort die Traurigkeit,
färbte Tage schwarz wie Nächte,
nun macht nur noch Wut sich breit,
doch auch sie stirbt ohne Rechte.
Ich schau nach vorn, sehe Licht,
liebe jeden Tag des Lebens,
hoffe sehr, der Schein trügt nicht
und ich wünsche nichts vergebens.
-by caliente 2008-
Freitagabend kein
Talco und
Che Sudaca Konzert, da Pfingstsamstag Klausur.
Pfingstsonntag kein
Sudaca Power Konzert und kein
Karneval der Kulturen, da Arbeit.
*hat schon vergessen, dass sie Mittwoch im Rodeo Club, Donnerstag bei der Battle of the Bands im Sage Club und Samstag erst im Weekend und dann in der Panoramabar tanzen war*
Nun ist der Keyboarder aus Kreta, der derzeit in Córdoba lebt und dessen
Band in Kürze einen Plattenvertrag bei einem italienischen Label unterschreiben wird, wieder weg. Dabei hatte er alle internationalen Referenzen für unsere WG. Nun ja, die griechische Mitbewohnerin an sich hats auch drauf. Bändelt gerade mit einem Portugiesen an, den sie in Slowenien kennengelernt hat...
Die Gehaltserhöhung, die quasi unbemerkt wegen der Kindergeldstreichung einhergeht...
Kindergeldverlust erfolgreich durch Gehaltserhöhung ausgeglichen.
Kurz nach Mitternacht stürme ich von Arbeit in mein Heim, schaue panisch in meinen Kleiderschrank, werfe etwas über, klopfe zaghaft an die Tür meiner Mitbewohnerin, will fragen, ob sie das Oberteil für die von uns geplanten Clubs angemessen findet. Sie öffnet mit den Worten: "What do you think about this?", zeigt dabei auf ihr Shirt...und...wir brechen in schallendes Gelächter aus, wir haben tatsächlich das gleiche an. Mannoman. Frauen!
Ich traf mich mit 6 Griechen zum Mittagessen Gegen 19 Uhr hatten wir den Abschlusskaffee. "Mittag."
Mit meiner Mitbewohnerin sprach ich Italienisch. Mit ihrem besten Freund Spanisch. Mit 2 anderen Deutsch. Mit den letzten im Bunde Englisch. *Kopfqulam*
23 Uhr von Arbeit zur
Privatparty, gegen 4 Uhr im Ritter Butzke, gegen 10 Uhr die Tanzfläche verlassen.
Spruch des Abends des Morgens:
"Na auch jetzt so mit Tageslicht - da seht ihr zwei doch janz manierlich aus."
Heute sitzen meine Mitbewohnerin und ich Falafel essend vor dem Laden, ich erzähle von dem Spanier, den ich nachts kennengelernt habe, und er läuft kurz darauf vorbei.
Hat mich nach langem Zögern auch erkannt. Verstanden habe ich ihn trotzdem nicht. Dieser sevillanische Akzent...
Wir reden über Telefonkosten in Deutschland, sie fragt nach den Notrufnummern, in dem Moment rauschen 4 Feuerwehren vorbei und biegen in unsere Straße ein.
Beim anschließenden Spaziergang erzähle ich von meinem Prakiktumsdilemma in den Staaten, dass für mich eigentlich nur Florida in Frage kommt, weil es sich um die Wintermonate handelt, ich mir aber meine Chancen nicht durch zu wenig Flexibilität verspielen möchte. Sie entdeckt einen interessanten Laden, springt aufgeregt rein, wir kommen mit der Verkäuferin ins Gespräch...und...sie ist aus Florida. Ein Zeichen?
caliente_in_berlin - April 27, 23:31
Gestern die holländische Praktikantin, die panisch durch das Haus rennt, weil ihr einfällt, dass in der Kosmetiktasche, die ihre Mutter mitbringen soll, Drogen sind, und sie glaubt, dass die Frau beim Durchleuchten am Flughafen festgenommen wurde.
Heute die Polizisten, die mit den Klassenkameraden alles durchsuchen, weil ein 16 jähriges Mädchen nicht zum Checkout erschien. Das letzte Mal gesehen wurde sie nachts gegen 3 Uhr barfuß und in Boxershorts.
caliente_in_berlin - April 26, 17:46