gebloggt from Madrid

Sunday, 27 May 2007

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Das Leben bescheißt, meinte ich neulich. So auch jetzt. Aus den acht Tagen Nah- statt Fernbeziehung sind nur fünf geworden. Die Oma des Auserwählten ist verstorben, und er fährt verständlicherweise zur Beerdigung nach Valencia. Es ist doch schon schlimm genug, dass jemand stirbt, muss man das dann auch noch so verpacken? Sonntag früh mit dieser Nachricht geweckt zu werden. Das hat sich das Leben fein ausgedacht.

Ironie der Woche: Heute ist der erste Tag mit Sonnenschein.

Friday, 25 May 2007

...and it goes on and on...

Dass es im Sala Sol erst um 4 richtig losgehen würde, hat mich (diesmal) nicht überrascht. Dass ich dort einen Spanier aus Barcelona treffe, der vor circa einem Jahr ein Wochenende in Berlin verbracht hat, wo ich ihn kennen gelernt habe, umso mehr.

Wednesday, 23 May 2007

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Frau Araxe erinnerte mich neulich an mein inneres Barometer. Das könnte den einen oder anderen Leser eventuell interessieren. Eine Kommilitonin hat danach jedenfalls ihre nächste Grillparty ausgerichtet. Wie es funktioniert? Ganz einfach. Man lasse sich meine Urlaubsdaten geben und plane dann für diesen Zeitraum schönes Wetter in Berlin und schlechtes an meinem Urlaubsziel ein. Funktioniert seit fünf Jahren und fast auf den Tag genau.

Thursday, 12 April 2007

pagare alla romana

Italiener und Spanier teilen sich nach einem Restaurantbesuch gern die Rechnung gleichmäßig auf. Ich mag diese unkomplizierte Art und irgendwie gleicht es sich eh immer aus. Mal esse ich mehr, mal nehmen die anderen was Teureres. Ich hab da kein Problem mit. Außerdem zahl ich ja auch für die Gesellschaft meiner Freunde.

Allerdings bin ich auch einige Male auf die Nase gefallen. Ich kann das typisch Deutsche an mir wohl nicht ganz abschütteln. Ich mag Gerechtigkeit.

In meinen ersten Monaten in Mailand hatte ich kaum Geld, wollte aber trotzdem nicht auf Sozialleben verzichten. Dumm nur, wenn man mit berufstätigen Leuten unterwegs ist. Caliente schaut brav auf den Preis und erfreut sich so an einer einfachen Pizza Margherita plus Bier, während andere primo und secondo wählen, womöglich noch dolce und caffè und natürlich teuren Wein. Nein, ich sehe es nicht ein für eine Pizza 25 Euro zu zahlen. Erst recht nicht, wenn ich Student im Erasmus-Jahr bin und die anderen ein festes Einkommen haben. Aber fängt man an zu diskutieren, kommt man sich wirklich doof vor. Denn Südländer machen das nicht aus Gemeinheit. Sie sehen es einfach nicht. Während ich niemals das teuerste Essen wählen würde, nehmen sie das, worauf sie wirklich Lust haben. Macht Sinn. Nur bei mir ist der Kopf immer dabei. Ich sehe automatisch wer für wieviel Geld trinkt und isst. Ich fühle mich nicht nur benachteiligt, ich möchte auch niemand anders benachteiligen.

Wie gesagt…ich denke, ich könnte mich daran gewöhnen…mit Freunden, die ich regelmäßig sehe. Aber mit Leuten, mit denen ich einmal weggehe? Ist nämlich neulich passiert und war gar nicht angenehm.

Tuesday, 10 April 2007

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Elvis Crespo: "Suavemente besame...que quiero sentir tus labios besandome otra vez"

Ostern? Frühling? Süßigkeiten?
Bei grauem Himmel und niedrigen Temperaturen Ausflüge nach Segovia und Toledo mit dem Señorito. Auch Fahrt mit der madrilenischen Seilbahn bei Gewitter – was für ein Abenteuer.
Außerdem jede Menge tapas und raciones in diversen Bars. Zu cañas, claro.

Wildes Reinfeiern?
Lecker gekocht und kuschelnd bei „Das Leben der Anderen“ den Geburtstag um 20 Minuten verpasst, aber der Lambrusco war lecker.

Heftige Abschiedsparty?
Ein paar cañas am Nachmittag mit dem Señorito und den zwei in Madrid verbliebenen. Der Rest auf Reisen. Abends eine Flamenco-Show.

Traurig? Enttäuscht?
Oh nein. Das waren wohl die vier besten Tage überhaupt. Endlich Zeit, kein Job, kein Master, keine Magisterarbeit, keine Verpflichtungen und auch keine Verabredungen. Viele Dvd’s, wenig action. Wir sind uns näher als je zuvor. Alles ganz neu. Wunderschön.

Die (räumliche) Nähe wird Donnerstag um ca. 2000 km auseinander gerissen. Doch die Zweifel waren nie geringer.

Sunday, 8 April 2007

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Ostern.
Letzter Sonntag in Madrid.
Niemand in der Stadt, fast alle verreist.
Seltsamer Geburtstag.

Schön, die Zweisamkeit.

Thursday, 5 April 2007

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Ich besitze keine Sonnenbrille und er keine Handschuhe.

Tuesday, 3 April 2007

hasta la vista

Samstag tanzenderweise ein letztes Mal mit den Spaniern in Huertas unterwegs gewesen. Sonntag trinkenderweise mit den Deutschen in La Latina. Der Abschied naht. Doch es gibt immer diverse Wiedersehen.

So traf ich gestern Abend eine Mailand-Erasmusfreundin aus Barcelona, die beruflich für drei Tage in Madrid verweilt. Was für eine Freude nach zwei Jahren. Spontan brachte sie noch einen weiteren Katalanen von "damals" mit, und ich nahm den Auserwählten, den ich übrigens durch sie kennen gelernt hatte, und eine seiner damaligen Kolleginnen ins Schlepptau. Das ganze in einer wunderbar authentisch-galizischen Bar mit Pulpo und co.

Heute Wiederholung bei Pizza. Der alten Zeiten wegen. Man kann sich so lange nicht sehen wie man will…aber wenn es dann so weit ist, ist doch wieder alles wie früher. Und da sich die gute kürzlich von ihren Eltern gelöst hat, werde ich im Sommer wohl ein paar Tage bei ihr in Barcelona verbringen. Así me gusta.

Saturday, 31 March 2007

Desaster

Während Politiker die Welt verbessern, schlage ich mich mit einem ernsten Problem herum. Ein Cappuccino, an dem ich mir nicht die Zunge verbrenne, schmeckt mir nicht. Nicht dass die Schmerzen lecker wären, doch sobald ich mir einen Cappuccino zuführe, der kälter als kochendheiß ist, habe ich das Gefühl nichts getrunken zu haben. Ein wirkliches Dilemma.

Wednesday, 28 March 2007

contra versus contra

Er ist ein Kind der Sonne, mein Leben verlief irgendwie anders. Oft versteht er mich deshalb nicht. Ich wiederum habe ein Problem mit seinem mangelnden Mitgefühl. Gleichzeitig genieße ich es „normal“ behandelt zu werden. Er reißt mich in seiner Unbekümmertheit mit und lässt mich das Leben mit anderen Augen sehen.

Ich habe einen deutschen Hintergrund, er einen spanischen. Dies spiegelt sich auch in unserer Kommunikation wieder. Obwohl wir beide fließend Italienisch (Zweitsprache?) sprechen, gibt es immer wieder Missverständnisse. Unpraktisch ist daran, dass man nicht bemerkt, wenn eines vorliegt. Nicht selten klärt sich etwas nur zufällig auf. Dann unter großem Gelächter.

Unsere Charaktere sind grundverschieden. Es wird uns auch nicht einfacher gemacht, indem ich typisch Frau bin, wo er typisch Mann ist. Prototypen schlechthin. So manche Soap-Opera hätte ihre Freude mit uns. Immerhin sind wir uns dessen bewusst.

"Gegensätze ziehen sich an" oder "Gleich und gleich gesellt sich gern"?
Zweiteres ist bestimmt wesentlich harmonischer, aber ersteres fühlt sich derzeit verdammt gut an.
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caliente_in_berlin - April 20, 17:42

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